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Stand: 24.11.2014

Statement

Freiwilligendienste

Caritas-Präsident Neher gegen ein verpflichtendes soziales Jahr

Die bestehenden Freiwilligendienste sind so auszugestalten und zu finanzieren, dass alle, die einen sozialen Dienst leisten wollen, attraktive Rahmenbedingungen vorfinden. Der gesellschaftliche Zusammenhalt lebt von der Bereitschaft zum freiwilligen sozialen Engagement.

Wir sind froh und dankbar, dass sich Jahr für Jahr zahlreiche Frauen und Männer finden, die in Einrichtungen und Diensten der Caritas ein freiwilliges soziales Jahr leisten wollen. Ihre hohe Motivation und ihre leidenschaftliche Begeisterung sind Kraftquellen für unsere Arbeit - weit über die engeren Aufgaben hinaus, welche die jungen Leute übernehmen.

Mehr Anerkennung und Ansehen für engagierte Bürger

Für eine Ablösung dieser freiwilligen Dienste durch ein verpflichtendes Gesellschaftsjahr gibt es aus Sicht des Caritasverbandes keine überzeugenden Argumente.

Stattdessen solle die Politik Rahmenbedingungen schaffen, dass der bestehende Bundesfreiwilligendienst und das Freiwillige Soziale Jahr so auskömmlich finanziert werden, dass für alle Interessierten Plätze und orientierende Begleitung angeboten werden können.

Was wir dringend benötigen, ist mehr Anerkennung und Ansehen für junge Menschen, die einen Freiwilligendienst leisten. Beispielsweise sollten mehr Möglichkeiten geschaffen werden, freiwilliges Engagement bei der Bewerbung um einen Studienplatz oder im Beruf anzuerkennen.

Unabhängig von den guten Erfahrungen mit dem Freiwilligen Sozialen Jahr ist durchaus eine gesellschaftliche Debatte über Rechte und Pflichten in einem sozialen Gemeinwesen zu führen. Denn tatsächlich braucht eine funktionierende Demokratie von ihren Bürgerinnen und Bürgern  eine aktive Beteiligung.

Prälat Dr. Peter Neher
Präsident des Deutschen Caritasverbandes

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