FAQ-Eintrag

Will die Caritas durch niedrige Löhne Geld sparen?

Die Einrichtungen und Dienste der Caritas haben kein Interesse an einer Absenkung der Löhne. Sie stehen allerdings oft unter massivem Druck der Kostenträger, die Kostensenkungen verlangen und die entstehenden Kosten nicht im notwendigen Umfang erstatten. In einigen Bundesländern halten die Kostenträger der Caritas ihr hohes Lohn- und Gehaltsniveau (AVR) vor: Sie seien im Vergleich mit nichtkirchlichen Trägern in der Vergütung zu teuer.

Dies führt in Einzelfällen dazu, dass kirchliche Einrichtungen, deren Existenz bedroht ist, Betriebsteile ausgründen oder Leiharbeit einsetzen. Der Deutsche Caritasverband lehnt diese Praxis ab. In Gesprächen mit Politikern und Kostenträgern weisen seine Vertreter immer wieder darauf hin, dass eine qualitativ gute Arbeit im Sozial- und Gesundheitsbereich nicht zu Lasten der Mitarbeitenden gehen darf. Kostenträger, die bei ihren Vergaben lediglich auf den Preis eines Anbieters schauen, handeln nicht nur unverantwortlich gegenüber den Kunden und Klienten, sie befördern auch eine Abwärtsentwicklung bei den Löhnen und Gehältern der Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.